Boogie-Woogie

Die musikalischen Wurzeln des Boogie-Woogie (kurz: Boogie) liegen im Swing, der in den 1920er Jahren in US-amerikanischen schwarzen Ghettos entstand. Das Revolutionäre am Swing war, dass es keinerlei vorgeschriebene Schrittfolgen gab, alles war erlaubt – Hauptsache, die Paare bewegten sich im Takt der Musik. So vermischte sich die spielerische Bewegungsfantasie der Schwarzen mit typisch weißen Tanzelementen zu einer Tanzform, die noch heute als Szenetanz aktuell ist.

Lindy Hop mit den ersten akrobatischen Elementen und Jitterbug (Zitterwanze) mit ausgeprägten Beinbewegungen waren die ersten Abwandlungen, die in der gleichen Zeit entstanden.

In den 1930er Jahren kam die Swingmusik auch nach Europa, war dann aber im nationalsozialistischen Deutschland als „artfremd“ verpönt. Nach dem Krieg brachten riesige Big Bands die Swingmusik wieder nach Deutschland. Mit der Veränderung des Musikstils änderte sich auch die Tanzweise: Weniger Schaukeln, weil die Musik schneller und fließender wurde, rasend schnelle Füße, allein aus der Hüfte getanzt, das waren die Merkmale des jetzt neuen Tanzes: Boogie-Woogie.

Der Boogie-Woogie ist im 4/4-Takt geschrieben und hat 34-50 Takte/Minute.