Tango Argentino

Der Argentinische Tango hat sich ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts aus dem rhythmischen Candombe (Trommeltanz) der Kreolen und der aus Cuba stammenden Habanera (nach ihrem Erfolg in Spanien und Portugal auch Tango Andaluz genannt) entwickelt. Einwanderer aus aller Welt, auch aus Europa, brachten ihre eigenen Volkstänze in das Mündungsdelta des Rio de la Plata mit und so entstand in den öffentlichen Tanzhallen eine populäre Mischung namens Milonga, dem wichtigsten Vorläufer des Tango Argentino.

Der Name Milonga steht auch heute noch ganz allgemein für Tanzabende in Argentinien und in Uruguay. 1910 eroberte er von Paris aus die europäischen Tanzsäle, von da an begann auch die Trennung der beiden Stilarten Tango (im englischen Stil) und Tango Argentino, der als Tango de Salon (Salon-Tango) jetzt auch von gehobenen Gesellschaftsschichten in Südamerika akzeptiert wurde, die ihn bis dahin als vulgär verachtet hatten. Ende der 70er Jahre setzte Astor Piazzola mit seiner vom Jazz beeinflussten Tangomusik neue Akzente und verhalf dem Tango erneut zum internationalen Durchbruch. Bühnenshows („Tango Argentino“ und „Tango Pasión“) und Tanzfilme („Tango Lesson“ und „Tango“) begründeten schließlich in den 1990er Jahren eine neue Tangowelle.

Der Tango Argentino ist im 2/4- oder 4/8-Takt geschrieben und hat ca. 28-30 Takte/Minute.